Norddeutscher Barockstil aus
der Volgelperspektive: Das Haus Daren, das in der jetzigen Form 1752 von Georg
Wilhelm Freiherr von Frydag erbaut wurde.
Bakum, das ist in erster Linie eine Bauern-, Adels- und
Kirchengeschichte. Die ersten urkundlich erwähnten Bauernhöfe befanden
sich 890 im heutigen Elmelage und Hausstette und um 970 im heutigen Carum. Im
11. Jahrhundert taucht dann zum ersten Mal der Name Becheim auf, aus dem später
das heutige Bakum wurde.
Bis zum 13. Jahrhundert hatte sich Bakum mit insgesamt 9 Adelssitzen zur güterreichsten
Gemeinde Südoldenburgs entwickelt. Unter den Adelssitzen gehörte auch
die Feste Lohburg der Familie von Schagen. Als Raubritterburg, umgeben von einer
sumpfigen und unwegsamen Niederung, genoss sie allerdings einen zweifelhaften
Ruf. Sie wurde 1374 von den Truppen des Bischofs Florenz von Münster zerstört.
Auf die mächtigsten Adelsfamilien von Sutholte und von Schagen weist heute
das Wappen der Gemeinde Bakum hin. Ein Zeugnis aus der Adelsgeschichte in Bakum
liefert heute noch ein Epitaph der Familie Voß, zu sehen im Turm der Bakumer
Kirche.
Bis auf Gut Daren gingen alle Bakumer Adelsgüter während der letzten
100 Jahre in bäuerlichen Besitz über. Geblieben sind bis heute Geschichten
und Erzählungen, beispielsweise die des Lügenbarons Münchhausen,
der auf der Freitreppe des Hauses
Daren sein berühmtes Reiterkunststück vorgeführt haben soll.